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Küchen: Französisches Catering - Extravagant oder bodenständig?

Letzte Aktualisierung: 11.10.16

Wenn Sie zu Ihrem Event ein Französisches Catering servieren möchten, dann müssen das nicht unbedingt die erlesenen, außergewöhnlich zubereiteten Speisen sein, wie sie Sterneköche in teuren Restaurants auf den Teller zaubern. Diese haben sich hauptsächlich der "Haute Cuisine" verschrieben, die sich ab dem 16. Jahrhundert am französischen Hof immer weiter entwickelt hat und der seither weltweit gehuldigt wird.

Man würde der französischen Küche jedoch nicht gerecht werden, wenn man sie auf diese eine Luxusvariante reduziert. In den letzten Jahren haben sich die regionalen Küchen Frankreichs immer mehr durchgesetzt und mittlerweile findet man ihre Anklänge sogar in den Menus zahlreicher berühmter Restaurants in Paris. Während die regionalen Gerichte aus traditionellen Familienrezepten entstanden sind, die ganz nach Geschmack variiert werden, orientiert sich die klassische Küche streng an der Zubereitungsweise, die im Laufe der Zeit als verbindlich festgelegt wurde.


Essen wie in Frankreich? Ein abendfüllender Genuss!

Unsere französischen Nachbarn lieben es, wenn sich das Essen über mehrere Stunden hinzieht und sie im Genuss schwelgen können. Essen nur, um satt zu werden? Niemals. Daher sollte Ihr französisches Menu auch aus mindestens drei Gängen bestehen, sowohl für ein privates Event als auch für eine offizielle Einladung. Die tatsächliche Anzahl der Gänge richtet sich dann nach dem Anlass und der Wichtigkeit Ihrer Gäste. Bei großen Familienfeiern, aber auch bei wichtigen Geschäftsessen besteht es meist aus fünf bis sieben Gängen. Stellen Sie deshalb vor Ihrer Einladung lieber sicher, dass Ihre Gäste so ein opulentes Mahl auch zu schätzen wissen.

Empfangen Sie Ihre Gäste bereits vor dem Raum, in dem das Essen stattfindet, also auf der Terrasse, im Garten oder einem schönen Eingangsbereich und beginnen Sie den perfekten Abend mit einem Glas Champagner zum Aperitif, das hat Stil! Dazu werden verführerische "Amuse Gueules" vom Tablett gereicht, die schon einmal Lust auf mehr machen. Diese kleinen Häppchen können mit einem einzigen Biss verspeist werden.

Das weitere Menu für einen festlichen Anlass besteht aus Suppe, kalter oder warmer Vorspeise, Fischgericht, Hauptgericht, Käse und Dessert. Für ein fünfgängiges Menu lassen Sie Suppe und Fischgericht einfach weg. Natürlich sind die Portionen im Menu sehr viel kleiner bemessen als das bei Einzelgerichten der Fall wäre. Französisches Stangenweißbrot ist Beilage zu jedem Gang und wird ständig nachgereicht. Und wer sich bereits vor dem Hauptgang fragt, wie lange er dieser Fülle an Genüssen noch standhalten wird, der kann sich jetzt auf ein Sorbet freuen. Das ist ein eiskaltes Fruchtpüree, aufgegossen mit Champagner oder Hochprozentigem. Die Franzosen nennen diese Erfrischung auch "Trou", denn sie soll ein "Loch" ("trou") in den Magen zaubern, damit man anschließend weiter genießen kann. Nach dem Hauptgericht aus Fleisch werden verschiedene Käsesorten angeboten, aus denen jeder Gast auswählt und dazu seinen restlichen Wein im Glas austrinkt. Und dann folgt der süße Abschluss, ohne den kein Menu komplett wäre.


Sie machen den Genuss perfekt - edle Tropfen aus besten Lagen

Zu einem französischen Menu gehört immer die passende Getränkeauswahl. Champagner, eventuell auch Kir Royal als Aperitif geht immer. Oder aber ein Cremant, dessen Trauben wie Champagner gekeltert werden, jedoch nicht in der Champagne sondern in anderen Regionen wachsen. Zu Vorspeise und Fischgericht passen die frischen, fruchtigen französischen Weißweine am besten. Wie wäre es mit einem Sancerre, einem Chablis oder einem Chardonnay? Der Höhepunkt des Essens ist der Hauptgang aus Fleisch, zu dem der beste Rotwein gerade gut genug ist. Je kräftiger der Geschmack des Fleisches, desto gehaltvoller der Wein. Also vielleicht ein alter Bourgogne oder ein klassischer Bordeaux? Zur regionalen Küche dagegen gehört möglichst auch ein Wein aus der entsprechenden Gegend. Und den süßen Abschluss krönt dann entweder wieder Champagner oder auch ein Gläschen Sauternes. Neben Wein wird zum Essen lediglich Wasser serviert, Säfte oder Soft Drinks gehören in Frankreich nicht zum Essen. Kaffee und dazu gerne auch ein Digestif, wie Calvados, Armagnac oder ein Likör runden das wunderbare Mahl ab. Zu üppig, zu ausschweifend? Nein, französisch. Genießen Sie es!


Etwas Inspiration gefällig?

Und so könnte ein klassisches französisches Menu aussehen: eine Consommé mit Gemüse- oder Fleischeinlage, raffiniert gefüllte Pastetchen als Vorspeise, gefolgt von Steinbuttfilet auf Sauce Hollandaise. Und anschließend der Klassiker schlechthin, Chateaubriand, auf den Punkt gebraten und gekrönt mit einer Sauce Béarnaise. Das Fleisch wird dabei lediglich mit einer kleinen Gemüsegarnitur serviert. Nach einer Auswahl an französischen Käsesorten steigt die Freude auf den süßen Höhepunkt des Menus. Es fällt schwer, sich für eines der berühmten Desserts zu entscheiden, aber eine gute Wahl wäre sicher Crème Caramel oder Mousse au Chocolat.

Doch auch die regional ausgerichtete Küche ist eine ausgezeichnete Wahl für französisches Catering. Die klassischen Zutaten eines mediterranen Menus aus Südfrankreich sind Kräuter, Gemüse, Knoblauch und Olivenöl. Eine kalte Gemüsesuppe und dann kleine gefüllte Gemüse, die "Petits Farcis", sind ein guter Start. Das Fischgericht, zum Beispiel gegrillte Dorade mit einer Aioli oder etwas Ratatouille, kann hier zum Hauptgericht werden. Und den süßen Abschluss machen erfrischende Zitronentartelettes. Dazu passt am besten durchgängig ein leichter, eisgekühlter Rosé. Für Liebhaber der Bretagne sind frische Austern, Hummer oder Meeresfrüchte als Vorspeise sicher der Inbegriff alles Guten. Anschließend Lamm von den Salzwiesen entlang des Meeres und Crêpes zum Dessert? Und in der Bourgogne hinterlässt der hervorragende Wein der Region auch in der Küche seine Spuren. Ein stundenlang in kräftigem Burgunderwein und Kräutern geschmortes Boeuf Bourgignon aus dem Fleisch bester Charolaisrinder ist ein Traum schlechthin. Ein Weinsabayon als Dessert und Sie behalten die Linie bei.


Gibt es Alternativen zum Menu?

Natürlich können Sie Ihre Gäste auch zu französischem Catering vom Buffet einladen. Ein kalt/warmes Buffet ist sehr praktisch, wenn die Atmosphäre eher zwanglos sein soll und die Zeit etwas begrenzt ist – etwa für ein Mittagessen oder im Rahmen einer Tagung. Den Tisch jedes Mal zu verlassen, um sich neue Speisen vom Buffet zu holen, das hat mit "Essen wie Gott in Frankreich" jedoch eher wenig zu tun, aber meist ist die Ausgangssituation dann ja auch eine andere. Für ein Buffet eignet sich bestens die Küche französischer Bistros, deren Gerichte schon vorbereitet und über längere Zeit warmgehalten werden können, nicht jedoch die klassische Küche, die auf den Punkt zubereitet und serviert werden muss. Zwiebelsuppe, auch diverse Quiches und Terrinen bieten sich als Vorspeise an. Und wer könnte anschließend einem Coq au Vin oder einem Boeuf Stroganoff wiederstehen? Auch Schmorgerichte sind eine perfekte Lösung für Buffetcatering. Und ein Stück Tarte oder eine Crème bilden einen verlockenden Abschluss.

Eine sehr stilvolle Art für ein Catering mit hohem Anspruch kann ein "Flying Buffet" mit Fingerfood sein. Es bietet sich als perfekte Lösung für Empfänge an, etwa vor einer Vernissage oder zur Bewirtung von Geschäftspartnern, wenn man hochklassiges Catering für einen eher kleinen Personenkreis servieren möchte. Hierzu werden die Köstlichkeiten der französischen Küche als kleine Häppchen oder auf einem Löffel angerichtet, die sich sozusagen "vom Tablett in die Hand" servieren lassen. Trotzdem wird auch mit Fingerfood eine gesamte Menüfolge vom Entrée bis zum Dessert abgedeckt. Ein Flying Buffet hat den Vorteil, dass es im Stehen auch in kleineren Räumlichkeiten oder in mehreren Räumen stattfinden kann und die Kommunikation unter den Gästen fördert.


Das Ambiente macht’s!

Ihre Gäste sollen das "Rundum-Paket" erhalten, alles muss stimmen, allem voran die Eventlocation. Für die Edelvarianten Ihrer Einladung wäre das stilvolle Ambiente historischer Gebäude, zum Beispiel eines Schlosses, eine wunderbare Ergänzung zum Essen. Aber auch genau das Gegenteil – ein eher nüchterner, modern gestylter Raum mit viel Chrom und Glas kann die richtige Wahl sein. In jedem Fall sind die Tische weiß eingedeckt, mit Kerzenständern und Blumenarrangements versehen. Weiße Stoff(!)- Servietten, edles Porzellan und stilvolle Gläser runden die Tischdekoration ab. Den Raum selbst schmücken große Grünpflanzen. Das ist alles. Dezente Hintergrundmusik vom Klavier oder klassische Klänge, später ein paar Chansons, vielleicht sogar live gesungen – und der französische Abend ist perfekt!

Ist das Catering eher regional ausgerichtet, kann das Ambiente ungezwungener sein. Ein Raum im Landhausstil wäre perfekt. Die Tische sind rustikaler eingedeckt, vielleicht sogar mit bunt gemusterten Decken, Geschirr und Gläser sind weniger edel. Stoffservietten und Kerzen bleiben jedoch. Eine Tischdekoration aus Olivenzweigen, Blättern, Zitronen, Muscheln oder Kräutertöpfchen macht sich hier besonders gut. Das Essen im Freien serviert – das ist wie ein herrliches Urlaubserlebnis.


Schon fast überzeugt? Das sollten Sie noch bedenken.

Die klassischen Speisen der "Haute Cuisine" werden häufig aus Zutaten bereitet, die Ihr Caterer erst von weit her anliefern lassen muss. Eine regionale Speisenfolge orientiert sich eher an der Jahreszeit und die Menuzutaten sind leichter vor Ort zu finden. Dieser Unterschied macht sich im Preis des Caterings bemerkbar.

Ein Wort zu den Getränken. Keine Sorge - Champagner muss nicht immer teuer sein. Es gibt inzwischen sehr gute Adressen von weniger bekannten Erzeugern in der Champagne, die einen ausgezeichneten Champagner zu sehr erschwinglichen Preisen anbieten. Kalt muss er sein und prickeln muss er! Überzeugen Sie sich davon, dass es in Ihrer Eventlocation genügend Kühlmöglichkeiten gibt, denn auch der Weißwein sollte kalt serviert werden. Und dass ein guter Rotwein bereits Stunden vorher entkorkt werden muss, damit er atmen kann, ist selbstverständlich. Wasserflaschen stehen keinesfalls auf dem Tisch, alle Getränke werden vom Servicepersonal bei Bedarf nachgeschenkt.

Namensschilder helfen, die passenden Gesprächspartner nebeneinander zu platzieren und Menukarten machen bei einer langen Speisenfolge ebenfalls Sinn.

Austern, Fisch und andere leicht verderbliche Speisen müssen durchgehend gut gekühlt werden. Klassische Saucen oder auf den Punkt gebratenes Fleisch werden erst unmittelbar vor dem Servieren fertiggestellt und dann sofort serviert. Das erfordert von den Köchen viel Erfahrung, eine gute Kücheneinrichtung und Kochstationen vor Ort.


Genießen Sie Ihr Event!

Der Caterer Ihrer Wahl wird Ihnen für die Planung Ihrer Einladung sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen und Menuvorschläge unterbreiten, die genau Ihrem Geschmack entsprechen. Passende Caterer, die auf französische Küche spezialisiert, sind finden Sie über unsere Suchmaske: geben Sie dort bei der Auswahl der gewünschten Küche einfach "Französisch" ein!

Online gestellt durch: Martin Schnell