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Catering in Berlin: das ist typisch für die Hauptstadt

Letzte Aktualisierung: 23.7.2016

Berlin ist Hauptstadt. Politische Hauptstadt und Gourmet-Hauptstadt.

In Berlin gibt es nicht nur fast alles, in Berlin geht auch fast alles. Und das Schöne ist: das gilt auch für das Catering. Die Metropole ist ein sehr attraktiver Messe- und Eventstandort und ein Start-up Paradies. Hier wird außerordentlich viel gelaunched, eröffnet und ausgezeichnet. Ob Start-up Launch, Galerieeröffnung, After-Show Party oder Messe-Event: alles wird gebührend gefeiert. Kein Wunder also, dass Berlin damit auch Catering-Hauptstadt ist. Früher einmal eine „provinzielle“ Metropole ist Berlin heute als Standort international sehr beliebt und zieht Menschen aus allen Teilen der Welt an. Das spiegelt sich natürlich auch in der Küche wieder. Hier gibt es kaum eine Küche der Welt, die nicht vertreten ist. Und dennoch gibt es auch sie noch: die traditionelle Berliner Küche.

Was macht diese traditionelle Alt-Berliner Küche aus?

Der Berliner an sich gilt ja gemeinhin eher als rüde und grob in seiner Art. Das gilt auch für die Berliner Küche - sie ist eher grob und deftig. So soll schon Goethe über Berlin gesagt haben: in Berlin “lebt … ein so verwegener Menschenschlag beisammen, daß man mit der Delikatesse nicht weit reicht, sondern daß man Haare auf den Zähnen haben und mitunter etwas grob sein muß, um sich über Wasser zu halten.“ Es kommen vor allem Kartoffel- und Schweinefleischgerichte auf den Teller. Besonders bekannt ist beispielsweise die typische Berliner Variante, das Eisbein, eine gepökelte Schweinshaxe, die mit Sauerkohl und Erbsenpüree serviert wird. Fischgerichte sind ebenso Bestandteil der Berliner Küche, es handelt sich dabei um Flussfische, die aus den umliegenden Seen und Flüssen stammen.

Historische Wurzeln der Berliner Küche

Die Berliner Küche bestand, und besteht heute noch, in ihren Basiselementen aus den Zutaten, die die Natur in der Region zu bieten hatte. Schon die „Ureinwohner“ von Berlin haben sich im Mittelalter von Karpfen, Aal, Hecht und Zander ernährt. Auf dem kargen, sandigen Boden baute man Rüben und Kohl an, die ihrerseits zur Berliner Küche gehören. Berlin war schon immer ein Schmelztiegel und so brachten die Zuwanderer aus Schlesien, Ostpreußen, Böhmen und Vorpommern oder Frankreich ihre Einflüsse auch in die Küche ein. Die Hugenotten führten bis dahin in der Region unbekannte Zutaten wie grüne Erbsen, Blumenkohl, Spargel, Bohnen und Blattsalat ein. Diese werden seitdem auch im Berliner Umland angebaut und sind Bestandteil der Berliner Küche. Die Franzosen brachten auch das heute als typisches Berliner Gericht bekannte "Bulette" mit, das vom französischen Wort boule (= Kugel) stammt. Die Königsberger Klopse wiederum sind ganz ursprünglich ein ostpreußisches Gericht. Generell hat die Berliner Küche all diese Einflüsse von Einwanderern aufgenommen und vereinfacht. Es finden sich weder raffinierte Gewürze noch aufwendige Zubereitungsformen in ihr.

Auswahl typischer Berliner Gerichte

Es gibt eine Vielzahl an Berliner Gerichten, die Ihrem Catering ein typisch berlinerisches Flair geben. Hier eine kleine Aufzählung zu den verschiedenen Cateringarten.

Folgende Gerichte eignen sich dabei gut für ein Buffet

  • Berliner Kartoffelsuppe mit Rinderbrühe und magerem Speck, mit Rinderbrust oder einfach nur mit Würstchen
  • Erbsensuppe mit Bockwurst
  • Königsberger Klopse (Dieses Gericht aus Gehacktem von Kalb, Rind und/oder Schwein mit Kapern stammt aus Königsberg. In die Fleisch-Klöpse werden unter anderem gehackter Salzhering oder Sardellen untergemischt)
  • Buletten
  • Linsensuppe mit Schweinebauch
  • Rixdorfer Kartoffelsuppe mit Würstchen
  • Rinderbrust mit Meerrettich
  • Bratwurst in Biersoße
  • Sol Eier (Hartgekochte, in Salzlake eingelegte Eier. Durch die Salzlösung werden die Eier konserviert. Früher gehörten sie an jedem Tresen einer Berliner Eckkneipe zum Standardangebot)
  • Rollmops (Eingelegter und eingerollter Hering mit Gurke und Zwiebel)
  • Hackepeter (andernorts Hackfleisch genannt) vom Schwein mit Zwiebeln und Petersilie
  • Kassler mit Sauerkraut oder Grünkohl und Kartoffeln (Der Kassler wurde angeblich von einem Berliner Fleischer namens Cassel erfunden, der auf die Idee kam ein Schweinerückenstück in Salzlake einzulegen)
  • Berliner Kartoffelsalat
  • Pfannkuchen (die in anderen Teilen der Republik „Berliner“ oder „Krapfen“ genannt werden)
  • Windbeutel
  • Berliner Schrippen (was einfache Brötchen sind, oder die Berliner Schusterjungen, ein Roggen- und Weizenmehlbrötchen)


Welche Gerichte eignen sich eher für ein Menü?

  • Eisbein (Eine gepökelte Schweinshaxe mit Sauerkraut und Erbspüree)
  • Aal grün (Gekochter Aal mit Spreewaldsoße, einer hellen Kräutersoße mit Dill, serviert mit Petersilienkartoffeln und Gurkensalat)
  • Gänsebraten mit Grünkohl und Kartoffelklößen
  • Gebratene Leber mit Apfel, Zwiebeln und Stampfkartoffeln
  • Zwiebelfleisch (Ein aus Lamm mit Zwiebeln gegartes Gericht, das mit Kartoffeln oder mit Spreewaldgurken und Roter Beete serviert wird)
  • Schnitzel Holstein (Kalbsschnitzel mit Spiegelei)
  • Strammer Max (Auf eine Scheibe Brot wird Schinken und obendrauf ein Spiegelei gelegt. Manchmal wird das Gericht mit Gewürzgurken, am besten natürlich Spreewaldgurken, manchmal ohne serviert)
  • Blut- und Leberwurst mit Kartoffelbrei
  • Currywurst mit Pommes (Obwohl der Berliner Ursprung der Currywurst inzwischen von Hamburg angefochten wird, können Sie getrost die Currywurst als typisch Berliner Gericht in das Catering ihres Events aufnehmen: schließlich gibt es nur in Berlin ein Currywurstmuseum - das will was heißen!)
  • Berliner Luft (Das Dessert aus Eiern, Gelatine, Zucker und Fruchtsaft tauchte schon Ende des 19. Jahrhunderts als Rezept in Berlin auf und wird manchmal mit einem Schuss Weißwein oder Rum verfeinert)
  • Arme Ritter (In Ei und Milch eingetauchte Weißbrotscheiben, die in der Pfanne goldbraun gebraten werden)


Welche Berliner Speisen eignen sich für Fingerfood

In Anspielung auf die bekannte, ruppige Berliner Schnauze befragte ein Berliner Radiosender Touristen, wie es denn ihrer Meinung nach um die Freundlichkeit der Berliner stehen würde. Entgegen der weitläufigen Meinung fanden fast alle die Berliner nett und auskunftsbereit. Der Berliner wandelt sich also scheinbar zum „Berlinerchen“ und das spiegelt sich ebenso im Cateringangebot der Stadt wieder: Die groben und deftigen Gerichte, die eigentlich eher klassisch als Menü oder am Buffet serviert werden, werden als Berliner Häppchen fingerfood-tauglich gemacht und ansprechend serviert. Einige Beispiele dafür sind:

  • Kassler Röllchen mit Krautsalat
  • Rollmöpschen auf Brot
  • Kleine Currywürstchen mit Minibrötchen
  • Kleine Berliner Bouletten
  • Blutwurst auf Canapés
  • Eisbeinsandwich
  • Falscher Hase (Kleiner Hackbraten mit Minibrötchen)
  • Schnittchen mit Blutwurst
  • Kleine Pfannküchlein
  • Kleine Kartoffelpuffer mit Apfelmus

Im übrigen soll das „Flying Buffet“, und damit das Fingerfood an sich, ein Ur-Berliner sein: Der Erfinder der Häppchen, Canapés oder Schnittchen soll der Berliner Koch Karl Borro Palleta gewesen sein, der zur Eröffnung des Flughafen Tempelhofs 1923 mundgerechte Köstlichkeiten in Form von Spießen oder Blätterteigtäschchen anbot, damit den Gästen die jeweils andere Hand für das Champagnerglas frei blieb.

Berliner Getränke

Allen voran, weil international bekannt, hat Berlin natürlich als stadteigenes Getränk die Berliner Weisse „mit Schuss“ zu bieten. Das Berliner Weißbier, häufig verkürzt Berliner Weiße genannt, wird entweder mit einem „Schuss“ Himbeersirup oder Waldmeistersirup angeboten. Hartgesottene bestellen eine Berliner Weiße mit einem Korn, die sogenannte “Berliner Weiße mit Strippe.“ Die "Fassbrause"-Limonade mit natürlichen Frucht- und Kräuterzutaten wurde 1908 in Berlin erfunden. Lange Zeit fast vergessen, feiert sie seit einigen Jahren ein Revival und ist auch in angesagten Bars und Cafés erhältlich. Kugel: die Kugel ist eine bestimmte Bierglasform, die von der Berliner Brauerei Schultheiss angeboten wird. Man bestellt einfach eine Kugel und kriegt ein Fassbier Schultheiss, das garantiert besser schmeckt, als aus jeder anderen Bierglasform. Wollen Sie also Fassbier auf Ihrem Event anbieten, dann ist die Kugel als Darreichungsform besonders berlinerisch.

Welche Locations passen gut zur Berliner Küche und welche nicht?

Wenn man die urtypische Küche und den Berliner Ureinwohner betrachtet, dann eigenen sich für die typische Berliner Küche besonders Locations wie urige und einfache Restaurants, aber auch Eck-Kneipen oder Spreeschiffe. Doch Berlin wäre nicht Berlin, wenn die so einfache und ungehobelte deftige Küche nicht auch Einzug in die gehobene Gastronomie und die Szene-Locations gehalten hätte. Im Trend liegen Locations im Industrial Design, alte Fabrikanlagen und Lounges direkt an der Spree - hier wird dann gerne ein Currywürstchen oder ein Eisbein Canapé im Flying Buffet zum Champagner durch die Lounge getragen. Wenn es dann nicht der Spreedampfer sein soll, dann bietet sich eine neue, "en vogue"-Alternative an: Flöße, mit denen Sie durch die Kanäle, über die Spree oder die Seen schippern können. Locations, die für ein typisch Beliner Catering eher unpassend sind, sind z.B. karibische oder asiatische Locations oder ein typisch bayrisches oder schwäbisches Restaurant.

Besondere Cateringtrends in Berlin

Berlin ist eine sehr innovative Stadt und definitiv der Trendsetter der Bundesrepublik. Von hier aus verbreiten sich die Trends in Sachen Mode, Design, Medien, Musik und natürlich auch in Sachen Catering. Bio-Catering ist schon lange ein fester Bestandteil der Catererlandschaft in Berlin, aber es gibt inzwischen auch Caterer, die auf Rohkostcatering oder veganes Catering spezialisiert sind. Oder sie buchen ein Adventure-Catering, bei dem Ihre Gäste zum Beispiel an verschiedenen Stationen über die Zutaten der Gerichte etwas lernen. Ganz oben auf der Liste stehen auch thematische Caterings wie Speisen mit literarischem Bezug oder ein kulinarisches Kino. Ebenso beliebt in Berlin ist auch das Live-Cooking. Beobachten Sie auf Ihrem Event den Koch, wie er ihr Catering frisch zu bereitet. So können Sie Anregungen für ihre Küche mit nach Hause nehmen. Ein weiterer, ganz neuer Trend ist Superfood-Catering und das Designfood-Catering, bei dem die Gerichte in kleine Kunstwerke verwandelt werden. Sollte ihr Event unter freiem Himmel stattfinden, so sind Foodtrucks eine gute Alternative und bieten mobiles Catering, das dann auch mal im Park oder in einem Hinterhof stattfinden kann. Die Varianten reichen vom mobilen Truck in Currywurstform bis zum Barbecue-Truck oder der Allround-Alternative. Berlin ist ja bekanntlich auch Party-Hauptstadt. Wenn Sie im Kreis Ihrer Freunde so richtig ausgiebig gefeiert haben, ist die deftige Berliner Küche am nächsten Morgen oder Mittag für ein Kater-Catering für Ihre Gäste genau das Richtige.

Berliner Dekoration für ihr Catering

Ur-Berlinerisch passt sich die Dekoration an die Küche an: einfach und schlicht. Auf gut berlinerisch: „nüscht besonderet.“ Denn wenn es in Berlin einen Dresscode gibt, dann am ehesten diesen: „Underdressed geht immer.“ Eine klassische Berliner Dekoration ist das Ampelmännchen, das in Form von Servietten und Geschirr in aller Welt bekannt ist. Eine weitere Alternative sind Dekorationes-Elemente mit den Berliner Wahrzeichen wie dem Fernsehturm, dem Brandenburger Tor oder dem Berliner Bären. Den typischen, in aller Welt bekannten, Berlin-Style kann man wie folgt definieren: Vintage Stil mit Retro - Elementen, die oft vom Flohmarkt stammen und bunt, aber doch stylisch zusammengewürfelt sind oder mit hochwertigen, modernen Designobjekten kombiniert werden. Dieser moderne Berlin-Vintage-Stil macht sich auch gut für die Dekoration des Caterings und der Location. Ansonsten gilt: „Do as you like,“ und das ist nun wirklich typisch Berlin!

Online gestellt durch: Martin Schnell